Social Media ist ja ein schönes Schlagwort, aber ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Profile man so im Netz anlegt. Die Frage ist schon ob man dadurch zum komplett gläsernen Menschen wird oder nicht. Ein wenig ist dieses sicher der Fall, aber man hat einfach auch Chancen, die man ansonsten nicht hätte. Das im Kontakt bleiben ist einfacher und man bekommt trotz räumlicher Trennung doch eine ganze Menge von dem Leben der Freunde, Bekannte, Kollegen und Geschäftspartner mit.
Der Klassiker ist wahrscheinlich
XING. XING als Kontaktplattform ist für mein tägliches Arbeiten kaum wegzudenken. Denn ich pflege hier die Kontakte und Adressen nach. So habe ich dann im Outlook meistens die aktuellen Adressen meiner Kontakte und kann schnell darauf zurückgreifen. Der amerikanische Bruder
Linkedin nutze ich hingegen eher wenig. Was allerdings hauptsächlich daran liegt, dass ich mich viel eher auf den Seiten von XING aufhalte.
Aber dann gibt es ja noch ganz andere Services im Netz, die man recht regelmäßig nutzt. Da wären beispielsweise die Instant Messenger wie AIM, SKYPE und ICQ. Die Dienste nutzt man doch schon regelmäßig und da ich unter der Woche häufig unterwegs bin, nutze ich auch den Videodienst von SKYPE um mit meiner Frau mal von Angesicht zu Angesicht zu sprechen.
Unterwegs ist dann Blogschreiben häufig nicht drin. Und um das Schlagwort Microblogging aufzunehmen nutze ich dann auch wie viele ander Menschen
Twitter. Twittern ist so ähnlich wie eine SMS schreiben. Man hat 140 Zeichen zur Verfügung kann Links einbinden oder Bilder und der Service ist über viele Wege verfügbar. So kann man direkt über Netz schreiben, über Desktop-Applications oder auch über das Handy. So bekommt man mit, wer gerade was macht und kann selber andere Menschen dran teilhaben lassen, was einen gerade bewegt. Speziell bei Fragen ist dieser Service einfach gold wert, weil man immer wieder Tipps bekommt und ein schneller Austausch möglich ist.
Um nicht immer Bescheid sagen zu müssen, wo man gerade ist, ist für Menschen die viel unterwegs sind
Dopplr geschaffen worden. Hier werden die Reisepläne festgehalten, man kann einfach mal sehen, wer gleichzeitig mit einem in einer Stadt zu Gast ist und so ist ein schnelles Treffen ein leichtes.
Photos werden natürlich auch
Flickr gestellt und Videos auf
YouTube. Links werden mal auf
Mento gespeichert und anderen Usern weitergegeben. Auf
Del.icio.us sortiere ich meine Links dann alle noch einmal.
Ach ja Musik kann man natürlich auch auf
LastFM hören und seine Favoriten an seine Kontakte weitergeben.
Und am Schluss werden alle Services im
Lifestream oder
Friendfeed zusammengefasst.
Alles andere findet natürlich weiterhin hier im Blog statt und was Andere schreiben wird natürlich über den
Google Reader weitergegeben wenn es für besonders gut befunden wurde.
Bei so vielen Diensten verliert man leicht den Überblick. Aber ich freue mich immer wieder, wenn ich wieder jemanden finde, der sich mit mir austauschen möchte.
Gibt man nun zu viel von sich Preis, wenn man auch noch bei
Amazon eine Wunschliste hinterlegt?
Ob man all diese Profile wirklich braucht, ist bestimmt eine gute Frage. Ich versuch nur Profile anzulegen, wenn ich einen Service auch nutzen will. Aber man muss ja auch mal Neues ausprobieren und dazu ist fast immer eine Anmeldung notwendig. Dabei fällt man dann über Dienste wie
Evernote oder
Remember the Milk. So kommen dann doch immer neue Dienste hinzu...
Was nutzt Ihr? Habt Ihr das Gefühl zu viele Daten von euch im Netz Preis zu geben?